Die Ereignisse aus den Nachrichten überschlagen sich und bereiten uns Unsicherheit: Niemand weiss so genau wie lange der ausserordentliche Zustand aufgrund des Corona Virus andauern wird.

Auch wenn du vielleicht nicht direkt betroffen bist oder nicht zur Risikogruppe gehörst, so ganz entspannt lässt dich die Situation wohl auch nicht, oder?

Wenn du zusätzlich noch kurz vor deiner nächsten Menstruation stehst und sowieso schon mit PMS Symptomen zu kämpfen hast, kann diese Zeit besonders herausfordernd sein.

Vielleicht arbeitest du seit ein paar Tagen zu Hause und versuchst dich gerade mit deinem Home Office zurecht zu finden? Vielleicht machst du dir auch grosse Sorgen um deine Liebsten? Vielleicht hat sich bei dir aber auch gerade gar nicht so viel geändert und hast trotzdem das Gefühl ins Handeln kommen zu müssen?

Es ist Zeit zur Ruhe zu kommen

Mir geht es zurzeit sehr ähnlich. Als sich die Lage in den letzten Tagen immer mehr zugespitzt hat, habe ich in erster Linie an alle anderen gedacht: Die Restaurantbesitzer und mein Lieblingskaffee, das ich nun eine Weile nicht mehr besuchen kann, an all die Yogastudios die während mindestens einem Monat schliessen müssen und an all die älteren Leute, die bestimmt Hilfe beim Einkauf benötigen.

Das ich selbst davon betroffen bin und selbst einen Teil meines Einkommens einbricht, wurde mir erst so richtig bewusst, als ich die Mail an meine Yogaschüler rausgeschickt habe. Meine Gedanken haben sich überschlagen und ich hatte ein dringendes Bedürfnis ins Handeln zu kommen. Ich dachte an unterschiedliche Ideen von Online Yogaklassen bis hin zu Workshops. Schlussendlich habe ich (noch) nichts davon umgesetzt.

Stattdessen habe ich entschieden erstmal einen Gang zurückzuschalten, denn ist es nicht das, was wir uns im Alltag sonst immer unterbewusst wünschen?

Besondere Zeiten, erfordern besondere Massnahmen.

Für mich ist es in dieser Zeit besonders wichtig in meiner Mitte zu bleiben und mir besonders jetzt auch Zeit für mich einzuräumen. Mein persönliches Motto dabei ist „Take time to rest.“

Es ist eine Zeit in der du besonders acht auf dich selbst geben solltest, denn nur so kannst du auch für andere da sein. In meinem letzten Beitrag habe ich dir bereits über die Immunstärkende Tools aus dem Ayurveda erzählt. In diesem Aritkel soll es nun darum gehen wie du dich selbst mental unterstützen kannst.

Stress und Auswirkung auf deinen Zyklus

Eine ungewohnte Zeit bringt neue Herausforderungen mit sich und kann deshalb auch zu zusätzlichem Stress führen, der sich auf deinen Zyklus auswirkt. Stress ist in den meisten Fällen die Hauptursache für einen unausgeglichenen Zyklus und hat direkt Einfluss auf dein Hormonhaushalt. Immer wieder höre ich Frauen berichten, dass sie in einer starken Umbruchphase sogar ihre Menstruation nicht mehr bekommen und sie einfach aus bleibt.

Einen gut funktionierenden Zyklus ist also essentiell für deine Gesundheit – und dabei meine ich nicht nur die körperliche Gesundheit, die durch Ernährung oder Bewegung beeinflusst wird, sondern auch die emotionale und psychische Gesundheit.

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Selbstfürsorge: Für jetzt und immer.

Ein Begriff der den Einfluss der mentalen Gesundheit geprägt hat ist Psychohygiene. Sie bildet ein Gegenpol zu den äusseren Faktoren die uns aktivieren und sorgt für innere Entspannung und Ausgeglichenheit. Oftmals wird allerdings dieser Aspekt unterschätzt und man macht einfach weiter, bis es irgendwann nicht mehr geht.

Du kannst dir das in etwa so vorstellen wie dein Bankkonto oder den Schokoriegel: Du gibst und gibst und gibst und plötzlich ist da nichts mehr auf dem Bankkonto oder der Schokoriegel ist „Alle“ und du hast nichts davon abbekommen (und ehrlich gesagt, die essen wir doch lieber alleine auf, nicht?). Damit du  auch etwas abbekommst – und in diesem Fall geht es hauptsächlich um deine Energie – ist es wichtig für dich zu sorgen.

Je öfter du Zeit für dich einräumst und sogenannte Selbstfürsorge praktizierst, desto automatischer fliessen sie in deinen Alltag. 

Genau jetzt ist ein idealer Zeitpunkt um damit zu beginnen. Ich stelle dir ein paar vor, die ganz einfach sind und nicht mehr als 5 Minuten pro Tag in Anspruch nehmen.

Gönn dir eine Fussmassage

Wenn wir die aktuelle Situation aus ayurvedischer Sicht betrachten, dann wirkt diese Krise im Aussen vor allem auf unser Vata-Dosha. Es ist viel Bewegung, fast tägliche neue Bestimmungen, die in den Alltag integriert werden müssen. Ausserdem sorgt die Unsicherheit für Nervosität und innere Unruhe. Die Fussmassage ist ein Tool aus dem Ayurveda um genau dieser Unruhe entgegen zu wirken.

Nutze dafür Sesamöl (oder wenn nicht vorhanden Olivenöl oder Sonnenblumenöl) gib 1-2 Tropfen Lavendel dazu und massiere dir deine Füsse ein. Idealerweise praktizierst du das vor dem Schlafengehen.

Erweiterung: Wenn du etwas mehr Zeit hast, kannst du die Massage auf deinem ganzen Körper ausweiten. Starte dabei am Kopf und massiere dich über die Arme und den Bauchraum bis zu deinen Füssen komplett ein. Lasse das Öl anschliessend 10-15 Minuten ziehen und dusche dich warm ab.

Wechselatmung praktizieren

Diese Atemtechnik wird im Yoga auch Nadi Shodana genannt und wirkt dirket auf das Nervensystem. Wie der Name bereits sagt, atmest du abwechselnd durch das linke und rechte Nasenloch.

Dafür setzt du dich mit aufrechter Wirbelsäule hin und nimmst die rechte Hand zum Gesicht (vorher gründlich waschen nicht vergessen). Den Daumen legst du nun auf das rechte Nasenloch und den Ringfinger das linke. Zeige- und Mittelfinger legst du zur Stirn ab.

Atme nochmals 3x tief durch beide Nasenlöcher ein und aus.
Schliesse das rechte Loch mit dem Daumen – atme links ein.
Schliesse links und atme rechts aus. Rechts einatmen – links ausatmen.
Und so weiter.

Fang an zu Meditieren

Ein altes chinesisches Sprichwort besagt: „Du solltest jeden Tag 10 Minuten meditieren, ausser du bist gestresst, dann eine Stunde.“ In den letzten Tagen habe ich mir viel Zeit für meine Meditationspraxis genommen, weil es mich entspannt und zurück zu meiner Mitte bringt.

Egal ob du das noch nie zuvor gemacht hast oder es dir schwer fällt – jeder kann meditieren. Setzte dich auch dafür aufrecht hin. Nimm dafür ein Kissen oder Block unter deine Sitzbeinhöcker, damit dein Becken nicht zu sehr nach hinten kippt. Schliesse deine Augen und lausche deinem Atem.

Fällt es dir schwer dich zu konzentrieren oder kommen andauernd Gedanken auf, dann kannst du es auch mit einer angeleitete Meditation probieren. Hier findest du eine von mir.

Home Spa

Dies geht wahrscheinlich etwas länger als 5 Minuten ist für mich aber ein richtig gutes Wohlfühlritual. Wenn du das nicht sowieso schon machst, dann gönn dir in dieser Zeit vielleicht einmal mehr eine ausgedehnte Bad-Session. 
Ich zünde mir dafür immer ein paar Kerzen an, stelle die Heizung ein paar Grad nach oben und beginne mit einer Gesichtsmaske aus Tonerde, ein Ganzkörper-Peeling mit Meersalz und Öl und massiere mich mit meinem liebsten Körperöl ein. Mir hilft das sehr um runter zu kommen und ganz bei mir zu bleiben.

Geh draussen spazieren

Auch wenn du möglichst zu Hause bleiben solltest, ein kurzer Spaziergang tut unglaublich gut. Idealerweise wählst du einen Ort in der Natur und nimmst ganz bewusst wahr was sich um dich herum bewegt. Lausche den Vogelgeräuschen und sei ganz bewusst bei dir. 

Hast du keinen Wald in unmittelbarer Nähe, dann lade dir doch eine entspannte Playlist mit Naturgeräuschen auf dein Handy und lausche so den Vögeln.

Eine schöne Playlist findest du hier auf Spotify.