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Fruchtbarkeit erhöhen - Eine ganzheitliche Sichtweise

Im Ayurveda wird die Fruchtbarkeit nicht nur bei einem Kinderwunsch als erstrebenswert angesehen. Sondern eine gute Fruchtbarkeit wird mit Langlebigkeit, Gesundheit und guter Ausstrahlung gleichgesetzt - und wer möchte das nicht?

Wie du dir bestimmt schon denken kannst, steht das Thema eng in Verbindung mit deinem eigenen Zyklus und kann dir helfen, diesen besser zu verstehen.

Doch wie erhöht man die eigene Fruchtbarkeit? Im letzten Live Talk auf Instagram habe ich das Thema aus ganzheitlichem Blickwinkel beleuchtet und  dir damit ein paar neue Fakten mitgegeben. Ein All-Heilmittel kenne aber auch ich nicht. Dieser Artikel ist dazu gedacht eine, vielleicht für dich neue, Sichtweise zu zeigen. Den gesamten Live Talk, findest du als Video weiter unten.

Ist Kinderwunsch ein „weibliches“ Problem?

Häufig wird das „Problem“ den Frauen zugeschrieben. Wenn wir die Statistiken ansehen, dann wird aber klar, die Aufteilung auf die Geschlechter ist fast identisch und es sind nicht keines Falls nur Frauen davon betroffen.

Spannend finde ich jedoch der Fakt, dass „wir“ Frauen, im Gegensatz zu den Männern bereits mit sämtlichen verfügbaren Eizellen geboren werden. Die Eizellen, sind nämlich bereits im Mutterleib vorhanden und werden im Laufe der Pubertät weiter ausgereift. Aus der medizinischen Sicht, werden demnach viele Themen der Unfruchtbarkeit sogenannten funktionellen Störungen zugeschrieben.

Männer bilden ihr Spermium erst im Laufe des Erwachsen werden und haben einen weitaus grösseren Einfluss auf die Qualität der Spermien als Frauen auf ihre Eizellen. Das bedeutet aber nicht, dass der Lebensstil bei den Frauen keinen Einfluss auf die Fruchtbarkeit hat.

Einfluss der Körpergewebe auf die Fortplanzungsorgane

Der Körper benötigt 30 Tage Zeit um das Sperma zu nähren. In anderen Worten bedeutet das, alles was man heute zu sich nimmt, landet 30 Tage später in der Samenzelle. Bei Frauen geht es vor allem darum den gesamten hormonellen Prozess in „Schwung“ zu halten, den Eisprung zu fördern und die Gebärmutterschleimhaut für das Embryo aufzubauen.

Einen grossen Einfluss darauf haben die sieben Körpergewebe: Plasma, Blut, Muskulatur, Fettgewebe, Knochen, Knochenmark und zu letzt das Fortpflanzungsgewebe. Im Ayurveda geht man davon aus, dass diese Körpergewebe nacheinander genährt werden. Alles was du von Aussen aufnimmst fliesst durch die Körpergewebe und bilden die feinstoffliche Lebensenergie: Ojas. Diese Energie sorgt für ein langes Leben, für Ausstrahlung, innere Zufriedenheit und Erfüllung. Sie gilt somit als Nährboden deiner Fruchtbarkeit.

Die Gebärmutterschleimhaut wird besonders genährt durch das erste Körpergewebe, das Plasma. Es ist daher besonders wichtig, dieses entsprechend zu nähren. Da Plasma mit dem Element Wasser gleichgesetzt wird, entspricht es aus ayurvedischer Sicht der Förderung von Stabilität und Ruhe. Ist zu wenig davon da, neigt die Person zu Stress, Unruhe, Trockenheit, Abgeschlagenheit und Gereiztheit. Auf körperliche Seite bemerkbar durch Trockenheit wie z.B. eingerissene Lippen, trockene Augen oder raue Haut. Umgekehrt, kann Stress, starke Emotionen wie Wut, Angst und Nervosität diesen Zustand verstärken.

Ist hingegen zu viel Stabilität und Ruhe vorhanden, kann es zu Trägheit, Lethargie und Lustlosigkeit, auch auf sexueller Hinsicht führen. Dies kann sich auf der körperlichen Seite mit Kopfschmerzen, Übergewicht und Anhaftung zeigen.

“Fertility is a lifelong relationship with oneself - not a medical condition.“
Joan Borysenko

Was hat eine gesunde Menstruation mit der eigenen Fruchtbarkeit zu tun?

Zum einen steht die Menstruation bzw. der weibliche Zyklus natürlich direkt in Verbindung mit dem Vorgang der Befruchtung. Findet einen Eisprung statt, so gelangt die Eizelle in die Gebärmutter und kann dort von einem Spermium befruchtet werden. Findet keine Befruchtung statt, wird die Gebärmutterschleimhaut über die Menstruation abgeben.

Dabei spielen die beiden Körpergewebe Plasma und Blut eine entscheidende Rolle. Denn nur wenn diese beiden Körpergewebe gut genährt sind, kann eine gesunde Menstruation stattfinden und ein gesundes Körpergewebe beeinflusst deine Fruchtbarkeit.

Die Blutung selbst verrät dabei einiges über den aktuellen Zustand der Körpergewebe. Ist das Blut dunkel und klumpig, weist das darauf hin, dass das Plasma verunreinigt ist. Ist das Blut hingegen hell und fein, ist das Plasma zu wenig gut genährt und es fehlt an Stabilität und Ruhe.

So erhöhst du deine Fruchtbarkeit und Lebenslust

Nachdem den ganzheitlichen Zusammenhang verstanden hast, kommen hier nun noch konkrete Umsetzungstipps.

Stärke deine Verdauung
Die Verdauung ist entscheidend, wenn es darum geht das Körpergewebe entsprechend zu nähren. Eine gute Verdauung zeichnet sich dadurch aus, dass du regelmässig (und nicht übermässig) Appetit hast. Idealerweise solltest du 3x täglich essen können. Ausserdem zeigen sich keine Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Sodbrennen, Durchfall oder anderes und dein Stuhlgang ist regelmässig, gut geformt.

Vermindere Giftstoffe
Alkohol, Drogen und Nikotin sind für den Körper toxische Substanzen – das ist dir bestimmt klar? Aber auch industriell verarbeitete Produkte, weisser Zucker und Transfette wie z.B. tierische Fette, Palmöl oder Butter enthalten Substanzen die langfristig schädlich für deinen Körper sind. Zudem können sich Giftstoffe und künstliche Hormone auch in Kosmetikartikel oder Plastik verstecken – achte also auch hier darauf, was du aufnimmst.

Integriere flüssige Komponente und gute Öle
Um das erste Körpergewebe zu nähren ist es wichtig genug „Feuchtigkeit“ aufzunehmen. Daher ist es wichtig, dass du genug trinkst: 1.5 – 2L pro Tag. Integriere ausserdem gesunde Öle in deine Speisen, achte hier auf ein gesundes Verhältnis zwischen Omega3 und Omega6 Fettsäuren und integriere nebst Ghee, Olivenöl, Leinöl oder Hanföl in deiner Nahrung.

Ja, zu Kohlenhydraten und süssem Essen
Oftmals enthält die Nahrung zu wenig Kohlenhydrate, aufgrund ihres schlechten Rufes. Allerdings ist es besonders bei einem Kinderwunsch wichtig auf ausgleichende und nährende Komponente in der Nahrung zu achten. Kohlenhydrate gelten ausserdem als „süss“, eine Geschmacksrichtung die besonders nährend ist. Weitere süsse Komponenten kannst du zum Beispiel über Gemüse wie Rote Beete, Süsskartoffeln oder Kürbis und Getreide wie Reis, Dinkel oder Weizen integrieren. Aber auch Mandeln, Datteln, Ghee, Honig und Zimt gelten als sehr förderlich.

Prüfe deine Vitaminlevel
Folsäure, Vitamin B12 und Vitamin D sind besonders wichtig und können die Fruchtbarkeit massgeblich beeinflussen. Mache am besten einen umfassenden Bluttest bei deinem Hausarzt und lass dich beraten.

Sorge für Achtsamkeit
Damit meine ich nicht unbedingt regelmässiges Stillsitzen in Meditationen, wobei das sicherlich auch förderlich ist. Vielmehr geht es dabei, darauf zu achten was du ausserhalb der „physischen Nahrung“ aufnimmst. Welche Medien konsumierst du? Welche Filme schaust du dir an? Wie gehst du mit Mitmenschen um? Sind starke Gefühle wie Angst, Wut oder Trauer vorhanden?

Fruchtbarkeit: Eine individuelle Angelegenheit

Im Endeffekt ist das Thema sehr individuell, weshalb sich eine umfassende Ayurveda Analyse bei einem Spezialisten durchaus lohnt. Es wird sogar empfohlen vor dem Kinderwunsch eine mehrwöchige Reinigungskur durchzuführen. 

Wenn dich das Thema Fruchtbarkeit und Kinderwunsch beschäftigt oder du dich aufgrund aktuellen Beschwerden ganzheitlich mit dem Thema Zyklusbalance auseinander setzen möchtest, dann stehe ich dir gerne zur als Coach zur Seite. Buche gerne hier ein unverbindliches Kennenlerngespräch und such dir einen passenden Termin aus. Per Klick gelangst du zu meinem Kalender.

Quellen und Weiterführende Literatur:

  • https://www.ayurveda-journal.de/ayurveda-bei-unerfulltem-kinderwunsch
  • Glückliche Schwangerschaft – glückliche Babys: Das ganzheitliche Ayurveda-Programm vom Kinderwunsch bis zu den ersten Schritten ins Leben von Shri Balaji També und Dr. med. Yasmin Khushbu Varandani-Gogia