Was ist Ayurveda?

Wenn ich über meine Arbeit spreche werde ich oft gefragt: „Was ist Ayurveda eigentlich?“ Für viele ist die Definition unklar und Ayurveda wird mit Wellness und Massagen gleichgesetzt. Einige wissen auch, dass es eine Heilmethode aus Indien ist, doch so richtig damit anfangen können die wenigsten.

Der Ayurveda nur als „traditionelle indische Heilmethode“ ab zu tun ist mir zu einfach. Der Ayurveda passt nämlich genau so gut in die heutige westliche Welt wie nach Indien. Ich glaube sogar, dass wir ihn hier umso mehr benötigen. Meine Antwort ist meist umfassender. Ich erkläre es oft damit, dass Ayurveda damit zu tun hat wie man sein Leben führt und dabei ganz viele unterschiedliche Aspekte berücksichtigt werden, wie Ernährung, Yoga aber auch das Ansprechen der Sinne über Aromen, oder Geschmäcker.  Auch Massagen sind Bestandteile davon

Der Ayurveda ist die Wissenschaft des Lebens

Wie die deutsche Definition „Wissenschaft des Lebens“ bereits sagt, geht es um die Betrachtung des gesamten Lebensstils unter Berücksichtigung aller Gegebenheiten. In der modernen Welt kann das der Umgang mit sich selbst, die Zufriedenheit im Job, die Gestaltung der Freizeit und vieles mehr sein.

Der Ayurveda basiert dabei auf den Prinzipien der Natur und baut auf den fünf Elementen auf. Jedes der Elemente hat dabei eine bestimmte Aufgabe und kann sowohl in unserer Umwelt, als auch in uns selbst auftauchen. So Abstrakt, dass vielleicht erst klingen mag, so einfach lässt sich das auf jedes Element hinunterbrechen.

Die fünf Elemente in der Ayurveda Lehre

Wasser gilt als Grundnährstoff für alles was lebt. In unserem Körper können wir Wasser in allen unseren Körperflüssigkeiten wahrnehmen: Blut, Schweiss oder Speichel.

Erde gibt uns die nötige Stabilität und ist der Nährboden in dem alles wachsen kann. In unserem Körper ist das Element mit allem festen zu verbinden wie Knochen, Muskulatur, Sehnen und Bänder.

Feuer finden wir zum Beispiel in Form von Licht, der Sonnenenergie. Aber natürlich auch als Feuer selbst, dass wir benötigen um Dinge in Energie zu verwandeln. In unserem Körper zählt vor allem der Stoffwechsel im Magen-Darm Trakt dazu.

Luft dient in der Natur zur Verbreitung zum Beispiel in Form von Wind. In unserem Körper werden damit vor allem die Bewegungen assoziiert wie Muskelbewegungen, der Atem oder auch die Bewegungen im Darmtrakt und den Nervenbahnen.

Äther oder auch Raum ist der Ort an dem sich alles entfalten kann, die Hülle sozusagen. Im Körper werden dabei vor allem die Hohlräume wie die Lunge, der Magen oder auch die Knochenhöhlen dazu gezählt.

Die Elemente als Grundlage der eigenen Konstitution.

Die Elemente werden darüber hinaus auch den eigenen Charaktereigenschaften, dem Körperbau oder dem Verhalten zugeordnet. Der Ayurveda unterteilt dazu die Elemente in drei Grundformen, die Doshas. Daraus lassen sich unterschiedliche Typen ableiten, die genutzt werden um unsere Verhaltensweise in Bezug auf Ernährung, Gesundheit, Yoga und vieles mehr anzupassen.

Wie du vielleicht merkst ist der Ayurveda sehr individuell und deshalb besonders sinnvoll wenn man einen langfristigen gesunden Lebensstil anstrebt oder auf der Suche ist nach mehr Erfüllung im Alltag.

Ayurveda selbst erfahren.

Die Lehre ist aus meinen Augen, eine sehr praxisbezogene Lehre. Wenn du tiefer eintauchen möchtest oder dich erst einmal ran tasten willst, dann empfehle ich dir es eine persönliches Ayurveda Coaching oder ein Workshop zu besuchen.

Ich selbst veranstalte regelmässig Workshops als Einführung in denen es um Yoga, Ernährung und Gesundheit geht. Eine Übersicht über die anstehenden Events findest du hier.