Was bringt Yoga wirklich? 

Wer Yoga macht, weiss es ist mehr als ein Sport. Doch was bringt Yoga eigentlich? Und was bewirkt es im Körper?  Ich habe dir hier meine 5 Vorteile aus der eigenen Yoga Praxis notiert und glaube dass dies gute Gründe sind um mit dem Yoga anzufangen. (Falls du nicht eh schon Yoga machst.)

Yoga macht geduldiger

Kannst du auf einem Bein stehen und dabei den anderen Fuss weit nach hinten Strecken, dabei deinen Oberkörper nach vorne beugen und auf die Seite öffnen? Hast du beim Lesen der Erklärung schon aufgegeben? Na dann probier es erst recht. 

Die Pose heisst Halbmond und trägt in Sanskrit den lustigen Yoganamen Adra Chandrasana. Beim ersten Mal brauchst du wohl ein paar Anläufe bis du diese Position ein paar Sekunden halten kannst. Und ja, eine Menge Geduld.  Nicht selten passiert es nämlich, dass du dabei dein Gleichgewicht verlierst und Schwierigkeiten hast auf einem Bein zu stehen. Was hilft ist die Übung immer wieder zu wiederholen und genau das, machen wir in einer Yogalektion – üben, üben, üben. 

Die Geduld die du dabei aufwendest, kannst du von deiner  Yogamatte ideal in deinen Alltag übertragen. Denn nicht alles klappt sofort und schon gar nicht beim ersten Mal. Sei geduldig mit dir und deinen Mitmenschen.

Yoga stärkt dein Bewusstsein

Im Yoga übst du dich auf deinen Atem zu konzentrieren. Tief Einatmen und Ausatmen. Am Anfang mag dies vielleicht etwas befremdlich wirken oder du kannst diese tiefe Atmung nicht während der ganzen Stunde beibehalten. Doch was du von Anfang an lernst, ist auf deinen eigenen Körper zu hören. Den Atem wahr zu nehmen vom Anfang bis zum Ende der Stunde. Dabei soll der Fokus weg von deinen Gedanken ins Hier und Jetzt gelangen. Nebst deinen Atem nimmst du auch wahr, wie sich dein Körper in den jeweiligen Positionen anfühlt, ob die Dehnung zu stark ist oder eine Drehung zu viel ist. Du wirst dir bewusst was dein Körper in diesem Moment gerade braucht.

Durch diese Bewusstseinssteigerung nimmst du auch deine Gedanken und Gefühle besser war und lernst auf sie zu reagieren. Wenn eine Dehnung zu viel ist, löst du die Spannung. Genau so kannst du das auch auf die mentale Ebene anwenden. Ist ein Gedanke schlecht für dich oder ein Gefühl zu schmerzhaft, löse dich davon und finde ein Weg damit umzugehen.

Yoga verurteilt nicht

In einer Stunde treffen immer verschiedene Personen aufeinander mit unterschiedlichen Körperaufbau und Erfahrungen. Auch in einer Anfängergruppe gibt es immer diejenige die ihre Hände bis zum Boden absenken können, oder diejenigen die Problemlos auf ihren Händen balancieren können. Jeder bringt seine eigenen Stärken und Schwächen in die Stunde. Yoga beginnt also dort, wo du dich gerade befindest. Anstatt dich darauf zu fokussieren, was andere können, wirst du erkennen, dass jeder unterschiedliche Schwierigkeiten hat.

Genauso ist es  auch im Alltag, wir vergleichen uns immer gerne mit unseren Arbeitskollegen, Geschwister oder Freunde – dabei vergessen wir aber oft, dass man in einem anderen Körper steckt, andere Erfahrungen gemacht hat und ganz andere Wünsche hat.

Yoga verstärkt deine Selbstfürsorge

Genau aus den oben genannten Punkten: Du nimmst deinen Körper besser wahr und erkennst das du dich nicht 1:1 mit anderen vergleichen kannst – wirst du dich verstärkt mit der Frage auseinander setzen was du überhaupt brauchst um zufrieden zu sein.
Was brauchst du um deine Yogapraxis angenehmer zu machen?
Was hilft dir um für dich weiterzukommen? 

Meistens beziehen sich diese Frage dann nicht nur auf deine Yogapraxis, sondern auch auf deinen Alltag. Du beginnst dich mehr um dich zu kümmern und dafür zu sorgen, dass es dir gut geht und deine Wünsche erfüllt werden.

Yoga bringt dich zur Ruhe

Im Yogasutra gibt es ein Definition zu Yoga, die so viel aussagt wie, „Das Ziel vom Yoga ist es deinen Geist zur Ruhe zu bringen.“ (Chitta Vritti Nirodha)

Und ich muss sagen, noch nie habe ich einen Mensch getroffen der gestresst oder wütend von seiner Matte aufgestanden ist und aufgekratzt aus dem Yogastudio gerannt ist. Eine Yogastunde kann anstrengend, kräftezerrend, unruhig oder fordernd sein. Doch was alle Stunden gemeinsam haben ist die Endentspannung (Savasana) am Ende einer Stunde. 10 Minuten auf dem Rücken liegen und entspannen. Deine Gedanken neu ordnen und eine Pause vom Alltag nehmen, egal was vorhin war, egal was danach sein wird. Dein Gedankenkarussel wird ruhiger und du bist gelassener.

Und was bringt dir Yoga?

Warum hast du mit Yoga angefangen? Was sind deine Erfahrungen? Teile sie mit mir in den Kommentaren, auf Instagram oder schreibe mir eine persönliche Nachricht. 

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