Bei mir muss meist alles schnell gehen und super praktisch sein. Früher bin ich, dem Schlaf zu liebe, an vielen Tagen ohne Frühstück aus dem Haus gerannt, nur damit ich den Bus zur Arbeit noch rechtzeitig erwische. Nicht wenige Male kam es dabei vor, dass ich auf halber Strecke festgestellt habe, dass ich noch irgendwas vergessen habe, wie zum Beispiel der Schlüssel zum Büro, was mich dann dazu zwang nochmals umzukehren. 

 

Mehr Zeit am Morgen, mehr Ruhe.

Mittlerweile sieht das bei mir etwas anders aus und ich nehme mir gerne etwas mehr Zeit für meine Morgenroutine (den Schlüssel für die Wohnungstür vergesse ich trotzdem ab und an mal). Das Frühstück kommt aber dennoch zu kurz, denn es fallen wir meist wichtigere Dinge ein, die sofort erledigt werden müssen. Aus ayurvedischer Sicht ein klarer Fall von zu viel Vata.

Statt zum Porridge,  greife ich dann gerne zu Brot, Crackern oder einem kalten Joghurt. Besonders am Morgen, wenn unser Verdauungsfeuer noch relativ niedrig ist braucht der Magen etwas, das die Verdauung anregt. Konkret gesagt, der Körper braucht etwas warmes und leichtes.

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Warum brauchen wir warme Speisen?

„Iss warm“ so lautet eine Regel der Ayurveda Ernährung. Ein warmer Porridge oder generell warme Speisen, regen unsere Verdauung an und können viel besser verdaut werden, da wir durch den Kochvorgang die Lebensmittel quasi schon vorverdauen, also die Nährstoffe aufbrechen und sie so für unseren Körper besser verfügbar sind.

Ich habe alles probiert, aber ich habe schlicht keine Zeit!

Mein Versuch regelmässig ein warmes Porridge zu kochen ist an verschiedenen Stellen gescheitert. Zum einen liebe ich Abwechslung und bemühe mich dann immer unterschiedliche Früchte zu verwenden oder andere Gewürzkombinationen ins Porridge zu mischen. Zum anderen habe ich am Morgen selten Lust meine Pfanne hervorzuholen, Porridge zu kochen, die Pfanne abzuwaschen nur um dann 15 Minuten später mein Porridge geniessen zu können. Die 15 Minuten verbringe ich dann lieber für eine kleine Yogasession oder einfach um sich die aktuellen News auf Social Media durchzulesen. 

Die Lösung: Ein warmes Frühstück unter 5 Minuten.

Das Müsli kann man sich auch bereits am Vorabend gut vorbereiten, da es dann aber im Kühlschrank lagert, auch nicht die idealste Lösung. Ich habe mich durch einige Instant-Porridge Mischungen gegessen, aber so richtig glücklich wurde ich damit nicht. Meist ist zu viel Zucker drin oder sonst eine Zutat die ich nicht mag oder identifizieren konnte.

Also, warum nicht einfach selbst herstellen? 

Mein Rezept kannst du als Basis für deine eigenen Kreationen verwenden. Ich mag den Porridge-Mix am liebsten mit Haferflocken, da sich diese auch mit Wasser gut anrühren lassen. Aber natürlich kannst du auch Hirseflocken, Quinoaflocken oder Amaranthflocken verwenden. Auch die Nüsse und Samen kannst du beliebig austauschen oder sogar mit getrockneten Früchten ergänzen.  Deinen Ideen sind keine Grenzen gesetzt. 

Ich mische mir meist Anfang Woche eine grosse Portion, so habe ich jede Woche ein frischer Mix zur Anwendung. Das Rezept reicht ungefähr für 2 Portionen.

 

Hol dir deine Ideen für energievolle Pausen.

Porridge Mix zum mitnehmen

Gericht Breakfast
Keyword Frühstück, Porridge, to go
Autor Feel Good Life by Stefanie Blösch

Zutaten

  • 100 g Haferflocken
  • 2-4 EL Leinsamen
  • 2 EL Erdmandeln
  • 1 Prise Salz
  • je 1/2 TL Zimt, Nelken, Kardamom

Zum Anrühren

  • 50 g Porridge Mix
  • 100 ml Wasser oder Pflanzenmilch deine Wahl
  • 1 EL Mandelmus

Anleitungen

  1. Zerkleinere für den Porridge Mix alle trockenen Zutaten möglichst fein, je feiner, desto einfacher lösen sich die Flocken nachher mit der Flüssigkeit auf.

  2. Wenn du am Morgen den Porridge anrühren möchtest gibst du 2-3 EL des Mixes in eine Schüssel und gibst heisses Wasser oder warme Pflanzenmilch dazu. Mit etwas Mandelmus dazu wird es noch cremiger.