Buntes Ofengemüse mit Karottenpesto

Nach einem langen Arbeitstag stellt sich am Abend oft die Frage: „Was koche ich?“. Oder eher: „Was esse ich jetzt noch?“, denn mal ehrlich so richtig kochen mag wohl keiner mehr nach acht Stunden Meetings, Organisieren und Telefonieren.

Anstatt sich also vor den Herd zu stellen isst man ein Käsebrot, einen Salat oder schiebt sich sogar eine Fertigpizza in den Ofen. Doch es geht auch besser und ist genau so schnell gekocht. Das Zauberwort heisst Ofengemüse.

So einfach integrierst du mehr Gemüse in deinen Alltag.

Das Ofengemüse ist bei mir ein Allrounder geworden. Meist bereite ich das nötigste schon am Wochenende vor. Kaufe mir 3 – 4 Sorten Gemüse, rüste es und stelle es schon vorgeschnibbelt in den Kühlschrank. Wenn dann der Hunger kommt, ist das ganze ruckzuck im Backofen und die 15 Minuten Backzeit nutze ich noch schnell um unter die Dusche zu hüpfen oder noch mein Frühstück für den nächsten Tag vorzubereiten.

Der grosse Pluspunkt dabei: du integrierst kinderleicht noch eine Portion extra Gemüse in deinen Alltag. Eine Vielfalt an unterschiedlichen Gemüsesorten sorgen dafür, dass deine Darmbakterien gut genährt werden und dich so optimal in deiner Gesundheit unterstützen. Im Ayurveda spricht man auch davon, dass dein Verdauungsfeuer (Agni) gestärkt wird und du so dein Immunsystem aber auch dein Energielevel stärkst.

Und warum kein Salat zum Abendessen?

Salat gehört ja auch zum Gemüse, wird aber in den meisten Fällen roh gegessen. Um rohes Gemüse zu essen, verbraucht mehr Energie und kann zu Blähungen oder verstärkter Müdigkeit nach dem Essen führen. Am Abend, wenn unsere Energie sowieso schon etwas unten ist, kann unser Körper also besser damit umgehen warmes Gemüse zu essen.

Generell sollte man vermehrt auf gekochtes Gemüse setzen anstatt auf Rohkost. Es stimmt zwar, das rohes Gemüse mehr Nährstoffe enthält, doch der Körper muss viel mehr Energie aufwenden um diese aufnehmen zu können und zu verarbeiten. Durch den Kochvorgang werden die Nährstoffe dem Körper zugänglich gemacht und die Verdauung fällt leichter. Kleiner Tipp nebenbei: Falls du doch nicht auf deinen Salat verzichten möchtest, dann integriere doch einfach das warme Ofengemüse damit.

Am Abend was leichtes – das Rezept für Ofengemüse.

Das Ofengemüse ist für mich das ideale Abendessen. Vor allem im Frühjahr, wenn wir vielleicht noch vermehrt einen Energiemangel spüren, kann uns diese leichte Mahlzeit wieder etwas an Energie zurückgeben.

Zusätzlich serviere ich das Gemüse gerne mit einer selbstgemachten Pesto. Für diese Variante habe ich einfach das Grünzeug der Karotte verwendet, wie die Karotte selbst schmeckt es leicht süsslich und etwas herb. Wenn du das nicht findest, dann kannst du für das Frühjahr auch Bärlauch, Löwenzahn oder andere Gartenkräuter verwenden. Oder du kaufst dir ein fertiges Pesto aus dem Supermarkt. Achte einfach darauf, dass es ohne Käse zubereitet wurde, denn das würde dein Essen wieder beschweren.

Ach ja, und wenn du das Gefühl hast mit Gemüse alleine wirst du nicht satt, dann kombiniere das Ganze doch noch mit etwas Reis oder von mir aus mit einer Portion Pasta.

Buntes Ofengemüse mit Karottenpesto

Gericht Abendessen
Keyword Frühjahr, Kapha
Vorbereitungszeit 10 Minuten
Portionen 2

Zutaten

Für das Ofengemüse:

  • 4 Karotten
  • 1/2 Blumenkohl mit Blätter
  • 4 weisse Rüben
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer, Kardamomkapsel

Für das Karottenpesto:

  • 50 g Karrottengrün (oder andere Gartenkräuter)
  • 50 ml Olivenöl
  • 30 g Sonnenblumenkerne
  • etwas Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer

Anleitungen

Ofengemüse

  1. Die Karotten und Rüben halbieren und die Blüten vom Blumenkohl einzeln trennen. Das Gemüse in eine Ofenfeste Form geben und mit Olivenöl beträufeln, 2-3 Kardamomkapseln in die Form geben und mit Salz und Pfeffer bestreuen. Im Ofen bei 180°C 10 Minuten backen. 

    Nach 10 Minuten die Blumenkohlblätter dazugeben und das Gemüse mit 1/2 Glas Wasser bedecken. Weitere 5 - 10 Minuten backen.

Karottenpesto

  1. Alles in den Mixer geben und leicht pürieren. Die Sonnenblumenkerne dürfen ruhig noch etwas kernig bleiben, damit eine gute Konsistenz erreicht wird. Mit Salz und Pfeffer abschmecken