Wie Selbstreflexion dir helfen kann einen gesunden Lebensstil zu führen

Ein gesunder Lebensstil ist für mich die Summe von bewussten Entscheidungen die man trifft. Die Entscheidungen sollen dabei so getroffen werden, dass sie einen wirklich unterstützen und man sich in seiner eigenen Haut wohl fühlt. Und nicht einfach deshalb, weil man einem fremdauferlegten Ideal entsprechen möchte.

Der bekannte indische Ayurvedaarzt Dr. Vasant Lad, sagte letztens in einem Interview:


„Um ein erfülltes Leben zu führen ist es wichtig sich selbst zu kennen und zu wissen wer man ist. Wenn wir das nicht wissen, wissen wir auch nicht was wir essen sollen um uns gut zu fühlen oder wie wir auf unsere Umwelt reagieren sollen, welche Arbeit uns gut tut und was eher nicht zu uns passt.“


Doch wie finde ich heraus wer ich bin und was überhaupt das Richtige ist?

Für mich persönlich war das Erlernen von Selbstreflexion ein wichtiger Punkt für die Umstellung meines eigenen Lebensstils. Und auch heute kann ich durch Hinterfragen und Analysieren meines eigenen Körpers und meiner mentalen Verfassung, bestimmen was für mich gerade richtig ist. Natürlich soll das nicht heissen, dass ich keine ungesunden Entscheidung treffe. Es ist nur so, dass ich sie bewusster treffe und ich besser verstehe warum ich mich vielleicht nicht gerade so gut fühle wenn ich dann doch das zweite Stück Kuchen gegessen habe. Selbstreflexion kann dir helfen, öfters eine bewusste und somit gesunde Entscheidung zu treffen, damit du dich dann eben auch öfters wohl fühlst.

Das Weglassen der Kekse am Abend ist dann nicht mehr einen Verzicht oder eine Bestrafung, sondern ist eine bewusste Entscheidung für ein besseres Wohlbefinden.

Übungen zur Selbstreflexion

Es gibt verschiedene Übungen um das „Selbstreflektierten“ zu erlernen. Hier möchte ich dir drei Methoden vorstellen. Suche dir eine Übung aus, die zu dir passt und die du auch einfach in deinen Alltag integrieren kannst. Bereits mit 3-5 Minuten am Tag kannst du dich und dein Körper besser verstehen lernen – und ich glaube diese Zeit hat jeder.

1. Journaling

Hol dir ein schönes Notizbuch und suche dir zu Beginn ein paar Fragen die du täglich beantworten möchtest. Suche dir 3-6 Fragen aus die dich in deinem Vorhaben unterstützen und die Bereiche abdecken die dir besonders wichtig sind – wenn du nicht weisst wie anfangen, findest du im Internet bereits viele Vorlagen dafür. Ich empfehle dir, aber mit wenig Fragen zu beginnen, damit du dir auch wirklich die Zeit nimmst und regelmässig daran arbeiten kannst.
Fragen die ich mir persönlich zum Bereich Gesundheit und Wohlbefinden stelle sind zum Beispiel:

  • Was habe ich heute gegessen und zu welchen Tageszeiten?
  • Wie habe ich mich nach dem Essen gefühlt und wie war meine Verdauung?
  • Wie war meine Energielevel heute?
  • Hat mich etwas besonders gute Laune bereitet? Oder wütend gemacht?
  • Was mag ich heute am liebsten an mir selbst?
  • Was kann ich tun um mich fitter zu fühlen?

Wenn du das lieber digital machst, dann kann ich dir das App Grid Diary empfehlen. Darin kannst du dir eine Vorlage mit deinen eigenen Fragen bauen und sie jeden Tag für dich beantworten.

2. Anhaltspunkte schaffen

Zu Beginn kann es noch etwas schwierig sein, sich selbst und seine Gedanken zu analysieren. Eine einfache Übung um dies zu trainieren und sich daran zu erinnern ist Anhaltspunkte im Alltag schaffen. Such dir eine Situation die du im Alltag mehrfach durchläufst z.B. rote Ampeln beim Weg zur Arbeit, der Blick auf dein Smartphone oder Tätigkeiten wie Einkaufen oder Kochen. Wenn du es schaffst dich immer wieder daran zu erinnern, dein Wohlbefinden, deine Gefühle und Gedanken wahrzunehmen, hast du bereits einen grossen Schritt in Richtung Selbsterkenntnis gemacht. Mit der Zeit wird es dir einfach fallen, dies in deinen Alltag einzubinden.

3. Meditieren

Eine klassische Übung ist Meditation oder auch bewusste Ruhepausen in denen du nichts bewusst machst. Suche dir dafür einen ruhigen Ort, stell dir einen Timer und bleib für ein paar Minuten sitzen.  Wenn du magst schliess die Augen und nimm einfach mal wahr was so in deinem Kopf abgeht. Beim meditieren geht es nicht darum nichts zu denken, sondern dir bewusst zu machen was deine Gedanken sind. Versuche sie also aufzuspüren, aber sei bewusst in dem Moment und probier dabei nicht zu sehr dem Gedankengang zu folgen oder etwas zu bewerten. Wenn du magst, kannst du dir danach Notizen dazu machen – vielleicht verbindest du diese Übung auch mit dem Journaling.

Hast du dich  bereits mit dem Thema Selbstreflexion auseinander gesetzt? Wie hast du es für dich erlebt? Ich würde mich sehr freuen, wenn du mir deine Erfahrungen mitteilst. Schreib mir einen Kommentar oder eine Mail.


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