Mit halb verschlossenen Augen gehe ich in die Küche. Es ist dunkel und fühlt sich an wie Nacht. Doch der Blick auf die Backofenuhr zeigt: 07:00 Uhr an. Es ist also tatsächlich Morgen früh.

Ich fülle Wasser in den Wasserkocher und lass ihn köcheln, so wie ich das jeden Morgen mache. Doch anstatt mich auf mein Meditationskissen zu setzen und wie vorgenommen, jeden Morgen, 15 Minuten zu meditieren, setze ich mich aufs Sofa. „Warum ist es nur so dunkel draussen?“ „Und warum ist die Heizung noch nicht an, es ist doch sau kalt?“ Ich wickle eine dicke Decke um mich und schliess nochmals die Augen.

Das Klicken des Wasserkochers holt mich zurück in die Realität. Das Wasser ist nun heiss genug. Ich mag gerade nicht aufstehen, bin zu müde und möchte doch nur noch ein bisschen Schlafen.

„Warum ist heute nicht Samstag?“

Widerwillig schaff ich es aus meiner Komfortzone heraus. Schenke mir ein grosses Glas Wasser ein und schau nach draussen. Es ist unglaublich ruhig. Keine Vögel, die Zwitschern, keine Hunde die bellen. Nur Ruhe. Irgendwie hat die Dunkelheit auch was schönes, sie saugt alle Geräusche auf. Am Himmel lässt sich in weiter ferne ein schwaches Licht erkennen: 

Die Sonne, sie kommt doch noch.

Ich such mir meine Lieblings Playlist und klicke auf Play. Schon stimmen die sanften Klänge mit dem Sonnenaufgang überein. Ich tanze durch die Küche, immer noch mit meiner Tasse heissem Wasser in der Hand und bin dankbar. Dankbar dafür, dass wieder ein neuer Tag beginnt, denn ich so gestalten kann wie ich es möchte. Dankbar für die innere Ruhe und den Herbst, der zeigt, dass auch Dunkelheit dazugehört.

Für die Meditation bin ich nun schon zu aufgeweckt. Die perfekte Morgenroutine ist das nicht. Aber ich glaube ja daran, dass man sich immer das nehmen sollte, was man gerade braucht. Für mich ist das manchmal auch nur ein Buch lesen, mich nochmals mit meinem Freund ins Bett kuscheln oder so wie Heute, Musik anzumachen und der Schlechten Laune trotzen.

Und was gibt es zum Frühstück?

Eigentlich wollte ich dir das Rezept für einen „easy-peasy“ Porridge Mix To Go präsentieren. Der genau für solche Tage gedacht ist, an denen man lieber länger im Bett bleibt, als sich ein Frühstück zu kochen. Aber ich hatte in den letzten Tagen irgendwie genug von Porridge und brauche etwas Festes. Da es aus meiner Sicht viel zu wenig gesunde Alternativen zum klassischen Brot gibt, habe ich hier eine glutenfreie Brotversion erstell. (Und ja, das Rezept für den Porridge-Mix kommt noch)

Wenn du dich schon ein wenig mit der Ayurveda Ernährung auseinander gesetzt hast, dann weisst du bestimmt, dass man idealerweise immer warm essen sollte. Diese Richtlinie gilt besonders im Herbst (und natürlich Winter). Dann, wenns kalt wird solltest du zum einen darauf achten, dass du warme Komponente durch deine Nahrung aufnimmst, um dich von Innen warm zu halten. Das können warme Speisen und Getränke sein, aber auch erwärmende Gewürze wie Zimt, Ingwer oder Pfeffer.

Zum Anderen wird dadurch auch deine Verdauung verstärkt. Gerade jetzt, in der Übergangszeit von Sommer zu Herbst, merkst du vielleicht, dass deine Verdauung nicht immer gleich gut ist. Vielleicht bemerkst du auch eine Appetitlosigkeit, die ebenfalls dazu beiträgt, dass deine Verdauung schwächer wird. Es ist also umso wichtiger regelmässig zu essen und das vor allem warm.

Die Alternative zu Weizen, Dinkel und Co.

Für das Frühstück eignen sich besonders Hafer, Reis oder Hirse. Weizen, das oft in Brot und andere Gebäckformen vorkommt, ist für viele schwer verdaulich. Das liegt hauptsächlich am Gluten, welches darin enthalten ist. (Und nein, ich möchte hier nicht generell alles glutenhaltige schlecht reden).

Besonders wenn du merkst, dass du eine schwerwiegende Verdauung hast, solltest du versuchen für ein paar Tage auf glutenhaltige Speisen verzichten oder zumindest minimieren. Nebst Weizen enthält auch Dinkel, Gerste, Roggen, Griess, Couscous und Bulger Gluten.

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Der perfekte Mix Mango und Kokos mit Hirse

Ich habe mich für diese Brotalternative für Hirse entschieden. Dabei verwende ich Hirseflocken, die schon ein wenig in ihrer Struktur aufgebrochen wurden. Wenn du  Hirseflocken schon mal in den Händen hattest, ist dir vielleicht aufgefallen, dass sie viel härter sind, als Haferflocken. Hirse gilt daher auch eher trockene Getreideform und sollte auch hier nur in geringen Mengen genossen werden.

Um dem Brot die nötige Süsse zu verleihen, habe ich fertiges Mangopuree verwendet (Wenn du das nicht magst, kannst du auch einfach Reismilch nehmen oder eine Mango fein pürieren).

Das Brot lässt sich wunderbar am Vortag zubereiten und hält 2-3 Tage im Kühlschrank. Am Morgen brauchst du es nur noch aufschneiden und die Scheiben kurz anbraten oder in den Toaster geben. Ich empfehle dir hier, die Scheiben mit Ghee oder einem Esslöffel Pflanzenöl z.B. Hanföl zu verzehren oder wenn du etwas mehr Zeit hast, dann erwärme etwas Kokosmilch oder Mandelmilch, gib etwas Vanille dazu und geniesse es zusammen.

"Das ist wie ein Dessert zum Frühstück."

Aussage meines Freundes.

Hirse-Mango-Brot

Gericht Frühstück
Keyword Ayurveda, Herbst, Vata

Zutaten

  • 100 g Hirseflocken
  • 35 g Reismehl
  • 30 g Maisstärke
  • 1 TL Backpulver
  • 100 g Kokoszucker
  • 90 g Sonnenblumenöl
  • 130 g Mangopüree
  • 1-2 cm Ingwer

Kokos-Creme

  • 50 ml Kokosmilch
  • 1 Msp Vanille

Anleitungen

  1. Gib zuerst die Hirseflocken in eine starken Mixer und verkleinere die Flocken. Anschliessend alle anderen Zutaten hinzugeben und zu einem glatten Teig vermischen.

  2. Erhitze den Ofen auf 180°C und gib die Masse in eine Ofenfeste Form. Ich habe dafür eine kleine Cakeform von 20 cm genutzt. Gebe ein paar Hirseflocken obendrauf und backe das Hirsebrot 20 Minuten.

Kokos Creme

  1. Erwärme ein Stück Hirse-Mango Brot mit etwas Ghee oder Pflanzenöl in einer Bratpfanne.

    Unterdessen mischt du die Kokosmilch mit Vanille und erwärmst sie in einem Kochtopf. Zum servieren die Kokos Creme in eine Schüssel geben und das Hirse-Brot darauf anrichten.