30 Rezepte für jeden Tag – Woche 2

Letzte Woche habe ich mit einer eigenen Challenge gestartet, die Inspiration dazu kam vom Film: Julie & Julia. Falls du ihn noch nicht kennst oder wieder vergessen hast, der Film ist 2009 erschienen und handelt von einer Bloggerin, die innerhalb einer bestimmten Zeit das Kochbuch der bekannten Köchin „Julie“ nachgekocht hat. Mich hat der Film dazu animiert, der Leidenschaft zu folgen, die nicht nur in den beiden Frauen vorhanden ist, sondern auch stark in mir. Ich liebe es zu kochen, am liebsten vegetarisch und mit der ayurvedischen Philosophie im Hinterkopf. Die Resultate und einige Rezepte davon, werde ich hier mit dir teilen.

Es soll dich dazu animieren, öfters mal was neues auszuprobieren, deiner eigenen Leidenschaft zu folgen und dir zeigen, wie gut und alltagstauglich gesunde, ayurvedische Rezepte sein können.


Neues Wagen!

In der zweiten Woche wollte ich nicht einfach nur Rezepte nachkochen, die ich vom Stil her kenne sondern mal was ganz anderes probieren. In der Bücherei habe ich dann das Buch „Gewürze“ von der Sternköchin Tanja Grandits ausgeliehen. Gewürze haben auch im Ayurveda eine grosse Bedeutung, weshalb ich ein neuer Blickwinkel darauf spannend finde. Gesagt, getan – und, ja ich musste lernen, dass die Sternenküche nicht mal so schnel nebenher gemacht wird….

10. August – Zucchini – Mozzarella Salat

 Gestartet, habe ich mit diesem leckeren Zuchhini-Salat. Was man hier auf dem Bild nicht so gut erkennen kann: Nebst Mozzarella und Zucchinis besteht der Salat noch aus einem Limetten-Dressing und einer Zitronen-Vinaigrette aus Portwein und Zitronensaft. Und genau diese Vinaigrette mit den karamellisierten Zitronenfilets macht das Rezept auch so unglaublich lecker. Für die Alltagsküche würde ich wohl einfachdie Zitronenfilets mit etwas Kokoszucker karamellisieren und das Limettendressing darüber geben. Macht es einfacher und wahrscheinlich genau so geniessbar.


11. August – Reisnudeln mit Tofu

 Als ich zum zweiten Rezept aus dem Kochbuch ansetzte – und bereits hungrig in der Küche stand – hätte ich mein Projekt fast aufgegeben. Ich war gerade dabei, den Tofu zu schneiden und las den Satz: „mindestens 12 Stunden einweichen…“ Da war aus, kein Tofusalat für Heute. Weil ich wirklich wissen wollte wie Tofu in dieser Marinate schmeckt und ob er wirklich so „cross“ sein wird, wie versprochen, gab ich dem Rezept nochmals eine Chance. Also verpackte ich den Tofu mit der Soja-Zucker-Chili-Marinate in den Kühlschrank. Und siehe da, es hat sich gelohnt. Auf den Teller kam nebst dem perfekt gebratenen Tofu, noch Reisnudeln und grüne Bohnen.


12. August – Zitronen Pistazien Kuchen

 Zur Abwechslung zur „Haute Cuisine“ gab es den Tag darauf ein etwas kreativeres Rezept. Inspiriert von einem Rezept von „Delicuisine“ , habe ich selbt ein wenig experimentiert. Ich wollte eine vegane und etwas gesündere Variante des Zitronen-Pistazien Kuchen machen. Ohne Ei und mit Ahornsirup, statt weisser Zucker, habe ich ein super leckeren Kuchen gezaubert. (Ich bin selbst ein wenig erstaunt, dass es auf Anhieb geklappt hat). Der Tortenguss stammt übrigens aus dem ersten Kochbuch von Sarah Britton.

200 g Dinkelmehl
20 g Pistazien
60 g Mandeln
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
90 ml Kokosfett
240 ml Ahornsirup
180 ml Zitronensaft
1 TL Apfelessig

Alle Zutaten vermischen und in eine runde Kuchenform geben (20cm Durchmesser). Bei 160°C, 45 – 55 Minuten backen.

Für den Guss:
50 g Kakaobutter
55 g Hanfsamen
15 g Pistazien
1 EL Ahornsirup
1 TL Vanillepulver
1 Prise Salz

Alles fein pürieren und mit etwas Wasser zu einem feinen Tortenguss mischen. Den Guss sofort über den kalten Kuchen geben.


13. August – Zucchini Burger

 Weiter geht’s mit dem nächsten Rezept aus dem Kochbuch von Tanja Grandits. Diesmal wird es ein Zucchini Burger mit Paprika-Chermoula. Bereits bei diesem Wort, lief mir das Wasser im Mund zusammen. Chermoula ist ein Begriff aus der nordafrikanischen Küche und ist eine Gewürzpaste, die normalerweise zu Fischgerichten gereicht wird. Und ja, das war tatsächlich das aufwendigste an dem Rezept. Denn die Paprikas müssen erstmal gehäutet werden. Der Burger selbst ist ziemlich zügig zubereitet. Da ich möglichst auf Ei verzichten möchte, habe ich allerdings kein Ei verwendet, was die Konsistenz etwas leiden lies. Geschmacklich aber top.


14. August – Buchweizen Crepes

 Das Rezept stammt ebenfalls von Sarah Britton und nennt sich eigentlich „The Revolutionary Pancake„. Was ich schon beim letzten Mal herausgefunden habe, wer Crepes ohne Ei machen möchte, sollte Buchweizenmehl verwenden. Und siehe da: Es hat geklappt. Da ich vom Kuchen noch abgesiebte Dinkelspelzen übrig hatte, waren diese nicht total glutenfrei. Für ein süsses Frühstück, habe ich diese mit Honig beschmiert und noch etwas Vanille dazugegeben. Herrlich! Und so einfach.


15. August – Koko-Gemüse Wraps

 Man wagt es kaum glauben, aber auch dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch von Tanja Grandits und bleibt vorerst das letzte. Die Wraps, sind eigentlich ebenfalls Crepes, die in diesem Fall mit Ei gemacht wurden. Was ich so toll daran finde, dass es mit Kokosmilch und Reismehl ziemlich schnell geht und mal was total anderes ist. Da im Rezept stand, dass es 8 Crepes geben sollte, habe ich lediglich mit der Hälfte  der Menge gearbeitet. Die Grösse der Crepes sind leider nicht aufgeführt, aber nach meinem Versuch glaube ich das sollten Mini-Crepes sein. Bei mir hat es gerade mal für einen grossen und diesen kleinen gereicht. Herzhaft gefüllt wurde das Ganze mit Lauch, Karotten und Kichererbsen – und geschmacklich auch wieder hervorragend.