30 Rezepte für jeden Tag – Woche 1

Vor ein paar Tagen habe ich den Film: Julie & Julia geschaut. Falls du ihn noch nicht kennst oder wieder vergessen hast, der Film ist 2009 erschienen und handelt von einer Bloggerin, die innerhalb einer bestimmten Zeit das Kochbuch der bekannten Köchin „Julie“ nachgekocht hat. Mich hat der Film dazu animiert, der Leidenschaft zu folgen, die nicht nur in den beiden Frauen vorhanden ist, sondern auch stark in mir. Ich liebe es zu kochen, am liebsten vegetarisch und mit der ayurvedischen Philosophie im Hinterkopf. Die Resultate und einige Rezepte davon, werde ich hier mit dir teilen.

Es soll dich dazu animieren, öfters mal was neues auszuprobieren, deiner eigenen Leidenschaft zu folgen und dir zeigen, wie gut und alltagstauglich gesunde, ayurvedische Rezepte sein können.


Einfach loslegen!

Weil ich nebst dem Kochen auch gerne plane, habe ich mir zuerst meine Lieblingskochbücher aus meinem Bücherregal gezogen und überlegt, wie ich mein Mini-Projekt am besten starten möchte. Schnell habe ich allerdings gemerkt, dass ich gar nicht so viel Planung und Zeit investieren möchte. Die Rezepte sollten alle alltagstauglich bleiben, möglichst simpel umsetzbar sein und vor allem Freude beim kochen und essen bereiten.

Also gibt es kein Plan, keine Regeln – ausser dass es vegetarisch, gesund und möglichst den ayurvedischen Grundprinzipien entsprechen sollte.

1. August – Heidelbeerkuchen

Die ganze Schweiz hat frei, für mich fühlt sich das so an wie Wochenende. Am Nachmittag sind wir bei meiner Schwester zum Grillabend eingeladen, weshalb ich mich für das Rezept von Heute auf ein Dessert entschieden habe. Es gibt ein Heidelbeerkuchen, glutenfrei und vegan. Das Rezept stammt aus einem veganen Kochbuch und ich habe es praktisch genau so gemacht wie es im Rezept steht (ausser dass ich anstatt weisser Zucker etwas weniger Kokoszucker verwendet habe).

Das interessante an dem Rezept ist, dass es total glutenfrei ist und anstelle von herkömmlichen Mehl, Maismehl genutzt wird.  Beim Backen ist das ganze daher ziemlich flüssig und muss erst mal abkühlen, bis es hart wird.

Das Resultat war ehrlich gesagt, „So lala“. Die Konsistenz war zwar ziemlich fest und durch die Früchte sehr saftig, allerdings hat einfach die Süsse gefehlt. Ob das nur an dem Kokoszucker lag, wage ich zu bezweifeln. Heidelbeeren enthalten generell auch eher weniger Zucker und haben somit auch nicht wirklich zum süsslichen Geschmack beigetragen. Das Rezept wird aber auf jeden Fall nochmals probiert, dann aber mit einer kleinen Veränderung: Anstelle von allen Früchten wird einen Teil durch Apfelmus ersetzt und zusätzlich werden süssere Früchte wie zum Beispiel Kirschen oder Pfirsiche verwendet, auch würde ich wahrscheinlich etwas weniger Öl verwenden, da der „Kuchen“ sehr ölig wurde.

Die Zutaten für den Heidelbeerkuchen findet ihr hier.


2. August – Summer Crêpes

Ein Foodblog, denn mich schon seit Ewigkeiten inspiriert und ehrlich gesagt auch zu meinem vegetarischen und gesunden Lebensstil gebracht hat ist My New Roots, von Sara Britton.

Ihre Arbeit und die Freude, welche sie mit dem Thema Ernährung und Kochen verbindet steckt mich jedes Mal an. Nicht alle Rezepte sind alltagstauglich, weshalb ich vieles nicht nachgemacht habe. Es wird also Zeit endlich all die gespeicherten Rezepte von ihrem Blog oder die markierten Stellen in ihrem Kochbuch nachzukochen. Eine kleine Vorwahnung deshalb an dieser Stelle: Wundert euch nicht, wenn jedes zweite Rezept von ihr ist, wie gesagt es gibt keine festen Regeln.

Das Rezept für diese Crepes findet ihr in ihrem Blogpost: Miraculous Summer Crepes . Das wunderbare an diesem Rezept ist, dass es sowohl für süsse als auch herzhaftere Beilagen passt. So habe ich es einmal mit gebratenen Äpfeln und Mandelmus gegessen und einmal mit einem Mais-Gurken Salat.

Das Salatdressing habe ich aus Essig, Öl, etwas Fenchelsamen, Mohnsamen und eine Miniprise Cayenne Pfeffer gemischt. Das passt wunderbar zusammen. Die Crepes sind bei mir ziemlich dick geworden, was mich eher an dicke Pancakes erinnert hat. Allerdings habe ich auch Haferflocken anstelle von Buchweizenmehl verwendet.

 


3. August – veganer Queso-Dip

Das Wochenende habe ich alleine verbracht und da wollte ich mir was ganz besonderes kochen. Etwas, das ich sonst nicht so esse, weil ich es für ungesund halte oder es einfach zu schwer ist. Und ja, so ging es mir nach diesem Essen auch: Ich war voll! (Wobei ich das vor allem der Schokolade danach verdanke) Deshalb kann ich euch diesen Queso-Dip nur ans Herz legen.

Das Rezept stammt, wie bereits das vorhergehende von Sara Britton. Eine tolle Kombi gibt es bei ihr hier nachzumachen. Ich habe lediglich den veganen Queso aus Hanfsamen nachgemacht. Ich finde er passt auch wunderbar als Dressing auf deftigen Salaten wie zum Beispiel ein mediterraner Brotsalat oder Teigwarensalat.


4. August – Kokos-Schokolade

Ehrlich gesagt, weiss ich nicht, ob man dieses Rezept wirklich in die Kategorie Schokolade bringen darf. Ich finde es aber eine gute Alternative zur herrkömmlichen, meist übersüssten Schokolade.

Das Beste an diesem Rezept, es ist in 5 Minuten gemacht (+ 2h Wartezeit im Kühlfach). 5 Minuten nicht mehr, versprochen. Und damit du das auch nachmachen kannst, kommt hier das verwendete Rezept (abgeleitet vom Buch Goodbye Zucker).

4 EL Kokosfett, flüssig
2 EL Reissirup oder alternativ Ahornsirup
2-3 EL Mandelmus
2 EL Kokosflocken

Das ganze verrühren, auf einen Teller giessen und für rund 2 Stunden im Kühlfach einfrieren lassen. Danach hält die Kokos-Schokolade mehrere Tage im Kühlschrank. Auf dem Bild habe ich die Schokolade mit 2 EL Kakao und 1 EL Kokosfett verziert und etwas echter Lavendel mit reingegeben. Probiert eure Variationen aus, es lohnt sich.


5. August – Sonnenblumen-Sesam Cracker

 Auf der Suche nach neuen Ideen für gesunde Snacks zum Mitnehmen, bin ich auf diese Cracker gestossen. Sie sind super einfach nachzumachen und benötigen lediglich Sonnenblumensamen, Sesamsamen und für den ganzen Halt etwas Chiasamen.  Ich werde darüber wahrscheinlich in den kommenden Wochen ein neuer Beitrag verfassen, denn ich befasse mich gerade noch mit dem Thema Seed Cycling, schon gehört? Kurz vorne weg: Samen enthalten wichtige Inhaltstoffe um unseren weiblichen Hormonhaushalt auszugleichen. Also stay tunned.


6. August – Gelbe Linsensuppe

Nach den vielen Snacks und Süssspeisen, wollte ich mal wieder was „richtiges“ Kochen. Also habe ich mich für das Rezept von Madhavi Guemos, aus dem Buch Makrobiotik, in Fülle leben, entschieden. Das Rezept ist wirklich super simpel und ist eigentlich eine ganz einfache Linsensuppe aus Linsen, Wasser, Misopaste und etwas Gemüsebrühe.

Ein Rezept benötigt man dafür also nicht zwingend. Da es mir etwas an Säure gefehlt hat, habe ich es noch mit etwas Zitronensaft verfeinert. Ich überlege mir das Rezept mit Mungdaal zuzubereiten – vielleicht etwas für die nächste Ayurveda Night am 26. September.


7. August – Nori Cracker

Weiter geht es mit einem Rezept aus dem Buch von Madhavi Guemos. Obwohl, das Buch einen etwas anderen Ernährungsansatz verfolgt, als ich mit dem Ayurveda, finde ich hier einige Parallelen. Es wird viel warm gegessen, viel Wert auf Getreide und Gemüse gelegt und gibt so ein wirklich gute Alltagsküche ab. Ich bin sowieso fasziniert von der japanischen Küche und finde darin ganz viele tolle Ansätze.

Zu den Nori Crackern: Da ich keine echten Nori-Algen zu Hause hatte, habe ich Wakame Algen verwendet, die sind leider nicht ganz so salzig. Das Rezept besteht ausserdem aus Reismehl, Wasser und Olivenöl. Ist also ziemlich einfach. Die Cracker sind mir ansonsten etwas zu trocken und zu hart. Vielleicht muss ich da noch ein wenig herumexperimentieren und meine eigenen Ideen mit rein bringen.


8. August – Der beste Salat ever

 Das Rezept habe ich schon mal gemacht, es stammt aus dem Kochbuch Jerusalem von Ottolenghi. Diesmal habe ich allerdings Pfirsiche verwendet, und zwar diese flachen Pfirsiche aus Frankreich und ich glaube das Rezept wurde dadurch gerade nochmals getopt. Eigentlich möchte ich hier keine fremde Rezepte verraten aber weil das echt meeegaguut ist, gibt es hier ein kleiner Auszug davon. Es ist auch super einfach nach zu machen, mehr als 20 Minuten braucht ihr nicht dafür.

Ihr nehmt ein paar Süsskartoffeln und schneidet diese länglich so wie ihr sie am liebsten mögt, gebt sie mit viel Olivenöl und etwas Salz + Pfeffer auf ein Backblech. In der Zwischenzeit nehmt ihr 4-5 Pfirsiche und 1-2 Frühlingszwiebeln, schneidet diese in grobe Stücke und dünstet beide in einer Pfanne an, dauert ca. 5-10 Minuten. Wenn die Süsskartoffeln gar sind, nach etwa 20 Minuten, gebt ihr alles auf einen Teller und gebt noch etwas Balsamico-Essig darüber. Das wars, fertig. Und bitte macht genug davon, sonst bereut ihr es!