6:00 Uhr, der Wecker klingelt. Mit halboffenen Augen greife ich zum Wecker und stelle ihn ab. In meinem Kopf beginnt es zu rattern: „Was ist heute für ein Tag?, Sonntag? Nein, Montag!“

Ich dreh mich nochmals zur Seite und möchte nur noch ein paar Minuten weiterschlafen, nur noch ein kleines bisschen… – da klingelt schon der zweite Wecker. Energielos und ohne Antrieb raffe ich mich aus dem Bett. Der ganz normale Alltag nimmt wieder seinen Lauf.

Kennst du? Dann habe ich dir hier ein paar Inputs was mir im Alltag hilft meine Schlafqualität zu steigern und worauf es wirklich ankommt.

 

Ohne Schlaf, keine Energie.

Der Hauptgrund dafür ist meist ganz banal: Schlechter Schlaf. Egal ob du nun zu wenig Schlaf bekommst, weil du zu spät ins Bettgekommen bist, du nicht gut durchschlafen konntest oder sogar zu lange geschlafen hast, es sind alles Faktoren die unseren Schlaf beeinflussen und es gibt sogar noch mehr.

Unser Schlaf ist die wichtigste Erholungsphase im Alltag. Wird dies andauert ignoriert oder nicht genug eingehalten, verlieren wir kostbare Energie, die wir im Alltag brauchen. Es ist wie mit deinem Smartphone, lädst du es über Nacht nicht vollständig auf, kannst du am nächsten Tag auch nicht voll darauf zählen.

Schlafqualität

Steigere deine Schlafqualität.

Unsere Schlafqualität wird beeinflusst von unterschiedlichen Faktoren. Oft spielen dabei emotionale Unruhen oder Stress eine erhebliche Rolle. Als erstes solltest du herausfinden, weshalb du schlecht schläfst. Dabei helfen dir folgende Fragen:

  • Fühlst du dich nach dem Aufstehen, oft „überfahren“ und noch müde?
  • Hast du weniger als 7 Stunden geschlafen?
  • Hattest du  Schwierigkeiten einzuschlafen?
  • Bist du Nachts aufgewacht und hattest Mühe wieder einzuschlafen?

Wenn du eine oder mehrere der Antworten mit „Ja“ beantwortet hast, dann wird deine Schlafqualität dadurch beeinflusst. Aber keine Sorge, du kannst sie mit einfachen Anpassungen in deinem Lebensstil anpassen und steigern.

 

Wie beeinflusst die Schlafdauer, deine Schlafqualität?

Der hecktische Alltag zwingt dich womöglich oft dazu lange Extraschichten im Job einzulegen. Dass der Tag für dich dann einiges später endet, als für andere ist die logische Konsequenz. Und ja, auch das kenne ich, du kommst nach Hause, isst was, versorgst vielleicht noch deine Pflanzen oder deine Wohnzimmer mit ein paar Streicheleinheiten und schon ist Zeit fürs Bett. Zumindest dann, wenn du die vorgegebenen 8 Stunden einhalten würdest. Bei dir sind aber meist nur 6-7 Stunden Schlaf, weil du es anders einfach nicht hinbekommst. Ich verstehe das total, aber wenn du etwas an deiner Schlafqualität ändern möchtest, wäre das ein guter Anfang.

Unser Tagesrhytmus von der Sonne bestimmt, sobald sie untergeht ist Schlafenszeit. Im Idealfall sprechen wir also von 22 Uhr. Kommst du erst später ins Bett, kann das zu Einschlafschwierigkeiten führen. Gemäss der Ayurvedalehre beginnt ab 22 Uhr nämlich wieder die aktivste Phase im Tagesablauf und sorgt dafür, dass sich dein Stoffwechsel regenerieren kann. Übrigens, auch die Hormone werden von der Sonne beeinflusst, sobald es draussen dunkel wird, schüttet der Körper vermehrt Melatonin aus, was auch als Schlafhormon gilt.

Praktische Einschlafhilfe für mehr Energie im Alltag.

Knüpfen wir gleich an das „Licht“ an, denn wenn unser Melatoninspiegel falsche Signale bekommt, zum Beispiel durch das blaue Licht vom Smartphone, kann es das „Einschlafen“ erheblich beeinflussen. Versuche also mindestens eine halbe Stunde vor dem Zu-Bett-Gehen, dein Smartphone, sowie alle anderen technischen Geräte mit Bildschirm ausgeschaltet zu lassen.

Nutze die Zeit lieber für ein kleines Ritual. Wenn sich deine Gedanken im Kreis drehen und du Mühe hast abzuschalten, so kann dir zum Beispiel eine Meditation oder eine Yoga-Nidra Session, die du dir auf YouTube findest, helfen. Noch wirksamer und entspannender ist eine Fussmassage mit Sesamöl und etwas Lavendel. Am Fuss besitzt du mehrere Nervenstränge, welche du mit einer Selbstmassage wunderbar aktivierst und entspannst.

Solltest du vor dem Schlafengehen noch hungrig sein oder die Lust nach was Süssem verspüren, so greife lieber zu einer warmen Milch mit Vanille oder (koffeinfreiem) Chai. Wenn du langfristig unter Einschlafproblemen leidest, kann dir auch 1 TL Ashwanganda* in der Milch helfen.

Hol dir deine Ideen für energievolle Pausen.

Nächtliches Gedankenkreisen umgehen.

Ein weiterer Aspekt, der deine Schlafqualität beeinflussen kann ist, wenn du mitten in der Nacht aufwachst und nicht mehr einschlafen kannst. Grundsätzlich kannst du hier auch auf die vorhergehenden Mittel (Yoga Nidra, Meditation, Lavendel) zurückgreifen um wieder in den Schlaf zu finden. Sollte sich der Monkey Mind aber gerade nicht zufriedenstellen lassen, so kannst du es auch mit Journaling versuchen: Schreibe dir einfach alles auf, was dir in den Sinn kommt und lass die Gedanken im Notizbuch bis zum nächsten Morgengrauen ruhen.


Du findest trotzdem keine Ruhe?

Fällt es dir schwer zur Ruhe zu kommen? Kämpfst auch durch den Tag mit Müdigkeit und Energielosigkeit? Und hast du schon alle Tipps und Tricks durch?

Auch die Ernährung, Hormonhaushalt und Mondzyklus kann Einfluss auf deinen Schlaf haben. Lass dich nicht stressen und gönne dir genug Ruhezeiten durch den Tag. Wenn das Problem länger andauert, dann hol dir Unterstützung.